Was für eine Box?
 Die verschiedenen Lautsprechertypen sind grundlegend anders konzeptioniert.
Die Bauart sollte also immer zum Verwendungszweck passen.

Satelliten Systeme sind kompakte und günstige Boxen, die meist aus zwei kleinen Hoch- und oder MitteItöner Kombinationen bestehen. Sie sind ideal für den HiFi Bereich, also speziell fürs Wohnzimmer oder für eine kleinere Homemix Station. Die Satelliten können überall dezent angebracht und schnell ausgerichtet werden. Damit die Tieffrequenzen nicht zu kurz kommen, sollte man sie in Kombination mit einem Subwoofer benutzen.

Monitor Boxen sind Lautsprecher zur Musiker Beschallung. Sie sind speziell für eine Nahfeld Wiedergabe für DJs, Producer und Live Acts sehr wichtig, damit die Schallwellen, die von den Wänden reflektiert werden, nicht zeitlich verzögert das Musiker Ohr erreichen.

PA Lautsprecher sind extrem belastbar und sorgen für ordentlich Power im Keller, im Club oder in Fußballstadien. Die Boxen gibt es meistens als 2 Wege System (Bass mit Mittel und oder Hochtonhorn) oder in der 3 Wege System Bauweise (Bass mit einem Tweeter für Mitten und einem Horn für Höhen). Es gibt aber auch Kombinationen aus zwei Komponenten wie z.B. Subwoofer und Midrange Box, die ihren Einsatz in vielen Variationsmöglichkeiten finden.

Aktiv vs. Passiv! Standard sind passive Boxensysteme, die ganz normal an eine Endstufe angeschlossen werden. Aktiv Boxen haben bereits einen integrierten Verstärker und können direkt an Soundquellen wie Mixer oder Computer mit Soundkarte angeschlossen werden.

Stationär vs. Mobil! Für feste Installationen in Etablissements kann auf schwere, passive PA-Systeme zurückgegriffen werden, da die Boxen nach einem Einbau erstmal nicht mehr bewegt werden müssen. Die Verstärker werden dann über eine ggf. lange Verkabelung am gewünschten Platz untergebracht. Für mobile Anforderung empfehlen sich leichte Aktiv Systeme mit Kunststoffgehäuse und direkt integriertem Verstärker, da hier Transport, Verkabelung und Bedienung besonders einfach sind.

Welcher Widerstand?
Neben der Leistung muss man auch unbedingt beachten, wie groß der
elektrische Widerstand (die Impedanz) der einzelnen Komponenten ist.

Eine Box hat baulich bedingt, einen bestimmten Widerstand. Meistens sind das 4 oder 8 Ohm. Der Verstärker, an den die Box angeschlossen werden soll, darf die Ohmzahl auf keinen Fall unterschreiten, denn der Widerstand ist auch gleichzeitig eine Leistungsanforderung. Bei jedem Verstärker ist daher auch angegeben, ob er auf 8, 4 und oder 2 Ohm betrieben werden kann.

Wenn man pro Boxenanschluss am Verstärker mehr als eine Box anschließen möchte, muss man aufpassen! Lautsprecher können in Reihe oder parallel angeschlossen werden. Werden 2 Boxen je 4 Ohm in Reihe geschaltet, wird der Gesamtwiderstand addiert und die Leistung verringert sich. Das wären in diesem Beispiel dann 8 Ohm. Werden die Boxen aber parallel angeschlossen, halbiert sich die Ohmzahl und wir hätten bei 2 Boxen je 4 Ohm nur noch eine Impedanz von 2 Ohm, aber wiederum mehr Leistung.

Wie viel Watt?
Wie viel Leistung (Watt) benötigt wird, hängt zunächst davon ab, was für Räumlichkeiten
beschallt werden sollen und wie laut die Anlage aufgedreht werden soll oder kann.

 Zuerst werden ein ausreichend starker Verstärker und dann die dazu passenden Boxen ausgewählt. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Verstärker auch zu den Boxen passt. Dabei gilt, dass der Verstärker immer eine größere Leistungsfähigkeit als die Boxen haben sollte. Ein 20 Watt Verstärker macht z.B. locker einen 100 Watt Lautsprecher platt. Wenn ein Verstärker aber dagegen mehr Leistung als die Box Belastbarkeit hat, wird die Box dabei nur sehr selten beschädigt.

Der Grund: Wenn eine Endstufe am Ende ihrer Leistung angelangt ist, formt sie aus den Musikimpulsen nur noch Rechtecksignale. Das nennt man „Clipping“. In diesen Rechtecksignalen sind unzählige Verzerrungen und Obertöne vorhanden, die den Hochtöner des Lautsprechers zerstören können. Zudem wird die Bassmembran von den Gleichspannungsimpulsen regelrecht abgeschossen. Und ein 20 Watt Verstärker „clippt“ eben schon viel früher als eine Endstufe mit 200 Watt.

Stand: Januar 2007

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