
EXIFsync ist aus einer simplen Frustration heraus entstanden. Ich fotografiere hobbymäßig viel mit dem iPhone und verschiedenen Kameras. Irgendwann kam wieder genau dieselbe Situation auf: Ich wollte ein Bild einer Kamera ohne GPS-Modul oder mit unvollständigen Metadaten bearbeiten oder exportieren, bei dem die ursprünglichen EXIF-Daten fehlten oder unvollständig waren. Gleichzeitig gab es bisher kaum eine einfache mobile Lösung, um z. B. auf Reisen die vollständigen Metadaten eines iPhone-Quellfotos – etwa Standort, Aufnahmezeit oder Kamerainformationen – sauber und (fast) verlustfrei auf ein anderes Bild desselben Motivs oder Ortes zu übertragen. Also suchte ich nach einer App, die genau das leisten kann. Überraschenderweise gab es im App Store kaum wirklich überzeugende Lösungen. Viele Apps wirkten überladen, technisch und designmäßig veraltet oder versteckten grundlegende Funktionen hinter fragwürdigen In-App-Käufen. Manche konnten nur sehr umständlich Metadaten übertragen, andere arbeiteten extrem intransparent oder schickten Bilder direkt über irgendwelche Server. Irgendwann war der Punkt erreicht, an dem ich mir dachte: „Das muss doch eigentlich besser gehen.“
So begann EXIFsync als kleines HTML5-Experiment ohne große Erwartungen. Mit der Zeit wurde daraus jedoch ein immer ambitionierteres Projekt. Vor allem, weil schnell klar wurde, wie kompliziert viele Dinge im mobilen Browser tatsächlich sind: iPhone Safari, Speicherlimits, Canvas-Probleme, EXIF-Rotation, HEIC-Unterstützung oder eine stabile Bildverarbeitung ohne Qualitätsverlust sind deutlich schwieriger umzusetzen als gedacht. Genau dieser technische Reiz ließ das Projekt aber mit der Zeit immer weiter wachsen. Und ja, ganz ehrlich: Ohne die moderne KI-Unterstützung hätte manches deutlich länger gedauert oder ich hätte meine Zielidee nie erreicht. Viele Ideen, Lösungsansätze und einzelne Code-Snippets sind im Zusammenspiel aus eigenem Hirnschmalz, viel Experimentieren und einer Prise „Vibe Coding“ entstanden. Trotzdem steckt hinter EXIFsync sehr viel eigene Detailarbeit, unzählige Safari-Tests und vor allem der Anspruch, eine Lösung zu entwickeln, die sich nicht wie ein typisches Browser-Tool, sondern eher wie eine moderne native App für Smartphones wie das iPhone anfühlt.

Design, Icon & Benutzererlebnis
Die Benutzeroberfläche von EXIFsync wurde von mir konsequent nach dem Mobile-First-Prinzip gestaltet und so gut wie möglich auf die WebKit-Engine für den Apple Safari-Browser abgestimmt. Anstelle verschachtelter Menüs setzt die WebApp auf einen klaren Workflow: Quellbild laden, Zielbild auswählen, EXIF übertragen – fertig. Große Touch-Flächen, interaktive Voransichten, subtile Animationen und haptische Feedback sorgen dafür, dass die App sich eher wie eine native iOS-Anwendung anfühlt als wie ein typisches Browser-Tool.
Auch gestalterisch wurde jedes Element bewusst reduziert gehalten. Das dunkle Interface orientiert sich am modernen iOS-Dark-Mode-Stil und legt den Fokus auf die eigentlichen Bildinformationen. Das EXIFsync-Icon verbindet die Symbolik von Kamera, Film und Metadaten zu einer leicht futuristischen, technischen Formsprache. Im Design vereint es die sanften Schatten des Neumorphismus, die vertrauten Texturen des Skeuomorphismus und die fließende Eleganz von Liquid Glass. Abgerundet wird das Ganze durch responsive Bildschirm-Layouts von klein bis groß, optimierte modale Ansichten, sauberes Scroll-Verhalten und eine klare Typografie, die eine möglichst direkte und angenehme Bedienung ermöglichen.
Technik, DSGVO & Bildpipeline
EXIFsync arbeitet vollständig lokal in deinem Browser – ohne Cloud und externe Server, natürlich DSGVO-konform. Sämtliche Daten bleiben zu 100 % auf deinem Gerät. Die Anwendung funktioniert sogar vollständig offline als Web-App auf deinem Home-Bildschirm. Das Herzstück der Web-App ist eine binäre APP1-Preservation-Pipeline. Dabei wird der originale EXIF-Block des Quellbildes exakt extrahiert und unverändert in das Zielbild eingebettet. So bleiben Kamera- und Objektivdaten, Belichtungswerte, GPS-Koordinaten sowie das Datum und die Uhrzeit der Aufnahme vollständig erhalten.
Unterstützt werden die Formate JPEG, PNG, WEBP, HEIC und HEIF. Der finale Export erfolgt als hochwertiges JPEG mit bis zu 12 Megapixeln. Technisch betrachtet setzt EXIFsync mit der 12-MP-Grenze aktuell so ziemlich das Maß der Dinge. Dies ist modernen Browser-Technologien wie createImageBitmap-Decoding für eine flüssigere Bildverarbeitung, progressives Downscaling für eine bessere Schärfe, Display-P3-Unterstützung auf kompatiblen Geräten sowie Web-Worker-basiertes EXIF-Parsing im Hintergrund zu verdanken. Ergänzt wird das Ganze durch automatische EXIF-Orientierungsnormalisierung und aggressives Memory-Cleanup speziell für die Apple Safari WebKit-Engine.
Trotz der technisch anspruchsvollen Pipeline bleibt die Grundidee von EXIFsync bewusst simpel – bei einer Gesamtgröße von gerade mal rund 200 Kilobyte: eine schnelle, transparente und kompromisslos lokale Lösung für ein Problem, das eigentlich schon längst besser gelöst sein müsste.

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André K. ist der Autor dieses Blogartikels.
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