
Dieser Blogartikel widmet sich einem Thema, das ursprünglich vor allem für uns als Familie gedacht war. Er könnte jedoch auch für den einen oder die andere von euch interessant sein. Die Idee zu unserem Archiv entstand aus einem ganz pragmatischen Problem: Da Apple Music keine Möglichkeit bietet, gehörte Hörspiele sichtbar zu markieren, wurde der Wunsch nach einer eigenen Lösung immer größer. In diesem Sinne: Willkommen im Artikel!
Im Mittelpunkt steht die bereits bestehende Sammlung, die seit Mai 2023 existiert und seither stetig gewachsen ist. Es geht dabei vor allem um die Neugestaltung des persönlichen Hörspiel-Archivs. Ende 2025 gab es daher einen entscheidenden Wendepunkt. Nach etwa drei Monaten gelegentlicher Arbeit wurde das alte, extrem pflegeaufwendige WordPress-Archiv Stück für Stück in ein völlig neues Datenbank-Projekt überführt. Das Ziel war ein modernes Design und System, das dem heutigen Hörspielgenuss gerecht wird, übersichtlicher ist, sich leichter pflegen lässt und optisch ansprechender ist. So entstand mit viel Liebe zum Detail und einer gesunden Portion „Monk-Syndrom“ das neue Archiv namens „Hörspielwerk“. Wer das Projekt gerne mitnutzen und komfortabel als Web-App verwenden möchte, findet dafür ein eigenes, stylisches App-Icon. Ein freundliches Erdmännchen mit Kopfhörern symbolisiert unsere familiäre Leidenschaft für Hörspiele und dient zugleich als sympathischer Wegweiser auf dem Home-Bildschirm.

Die Geburtsstunde des Projekts – Ordnung im Streaming-Chaos
Wie in der Einleitung zum Blogartikel bereits erwähnt, war der Auslöser für das Projekt der einfache Wunsch, nie wieder ein Abenteuer doppelt zu hören und den Überblick über komplexe Serien-Kollektionen zu behalten. Zwar bietet Apple Music eine riesige Auswahl, aber keine komfortable Möglichkeit, die komplette Albensammlung einer Serie auf einen Blick zu erfassen – geschweige denn eine Liste, in der man auf Anhieb sieht, welche Folgen bereits gehört wurden. Dieses Navigationsproblem löst das Hörspielwerk jedoch durch intelligente Verknüpfungen. So gelangt man direkt zur Hörspiel-Kategorie oder zur Serienübersicht in der Apple-Music-App. Das Ganze wird durch eine handgepflegte Stammdaten-Datei bewerkstelligt, die im Hintergrund die verschiedenen Fäden zusammenführt und so wird letztendlich mit Hilfe einer weiteren Datei namens Gehört das ganze Projekt auf der Hauptseite ordentlich dargestellt. So ist ein strukturiertes System entstanden, das für Ordnung im Streaming-Chaos sorgt und dafür, dass jede Folge genau dort zu finden ist, wo man sie erwartet.

Die technischen Grenzen – die realen Hürden des Projekts
Doch auch unser Projekt „Hörspielwerk” ist nicht frei von Hürden. Apple fasst verschiedene Serien häufig unter einem einzigen Hörspiel-Titel mit mehreren Folgen zusammen. Diese Struktur lässt sich von außen kaum sauber auflösen. Selbst mit dem eigenen Archiv stößt man so oft an Grenzen. Hinzu kommt, dass Apple keine frei zugängliche Schnittstelle (Web-API) anbietet. Wer auf die Daten zugreifen möchte, muss als iOS-App-Entwickler mit Developer-Account arbeiten, um Apples MusicKit-Framework nutzen und entsprechend implementieren zu können. Daher ist das Hörspielwerk im Großen und Ganzen ein liebevoll handgepflegtes Projekt. Sollte sich jedoch ein App-Entwickler angesprochen fühlen und Lust haben, meine Idee als echte App umzusetzen, darf er mich gerne kontaktieren.
Das technische Fundament – der Maschinenraum des Hörspielwerks
Hinter der sauberen Design-Oberfläche werkelt ein solides PHP-Backend, das auf eine effiziente Datenverwaltung setzt. Anstelle einer klassischen SQL-Datenbank werden Informationen in schlanken JavaScript Object Notation Dateien wie „gehoert-Datei” für bereits gehörte Folgen oder „upnext-Datei” für bald verfügbare Folgen gespeichert. Das macht das System extrem schnell und wartungsfreundlich. Für den Adminbereich gibt es acht Sicherheitsmerkmale. Darunter ist zum Beispiel ein Verzeichnisschutz via .htaccess zum Schutz der Rohdaten. Zusammen bilden sie einen Schutzmechanismus gegen Angriffe. Die weiteren sieben Sicherheitsmerkmale werden selbstverständlich nicht preisgegeben. Über die separate LogIn-Seite können so die Stammdaten mit diversen integrierten Bearbeitungsfunktionen gepflegt werden.
Das Admin-Backend verfügt über ein dynamisches Serien-Management mit automatischer ID-Generierung. Dabei werden Seriennamen in saubere, systemkonforme Schlüssel für Datensätze und Bilddateien umgewandelt. Beim Anlegen einer Serie werden Cover-Uploads direkt validiert, umbenannt und mit dem Datensatz verknüpft. Die integrierte Lösch-Logik arbeitet kaskadierend: Beim Entfernen einer Serie werden die Stammdaten, das physische Cover-Bild sowie sämtliche zugehörigen Einträge in der Historie und im Radar simultan gelöscht. Diese strikte Datenhygiene verhindert verwaiste „Unbekannt“-Einträge und sorgt in Kombination mit einem Sicherheitsfilter im Frontend für ein stets konsistentes und fehlerfreies Archiv.
Damit das Erlebnis auf jedem Endgerät im Frontend überzeugt, wurde die Seite vollständig responsiv und „iOS Web-App Ready“ programmiert. Ein intelligentes Grid-System passt das Layout automatisch an, von der einspaltigen Smartphone-Ansicht bis zur zweispaltigen Tablet-Übersicht. Dank technischer Raffinessen wie dem Smart-Release-Radar für bald verfügbare Folgen und einer automatischen Backup-Funktion bleibt das Archiv stets aktuell und sicher. Zusätzliche Funktionen wie die Smart History sorgen für Übersichtlichkeit: Standardmäßig werden pro Serie nur die letzten drei Folgen angezeigt. Eine vollständige Darstellung pro Serie lässt sich bei Bedarf bequem per Dropdown-Menü aktivieren.
Das System wird durch Smart Analytics ergänzt, eine automatisierte Berechnung der durchschnittlichen Veröffentlichungszyklen pro Folge. Das Archiv analysiert dazu die historischen VÖ-Abstände der Datenbank und ermittelt das typische Veröffentlichungsintervall in Tagen und Monaten. Eine eigene Schriftart für den Seitentitel sowie durch Berührung vergrößerbare Coverbilder sorgen für eine visuelle Tiefe, die perfekt mit der modernen HTML 5 Webtechnologie harmoniert. Es ist also eine technische Hommage an das klassische Hörspiel, kombiniert mit moderner Webentwicklung und einem dezenten Berliner Einschlag, der dem Projekt meine ganz persönliche Note verleiht.
ⓘ Wenn ihr Interesse an den Skripten für das Frontend bzw. Backend habt, könnt ihr mich gerne über die bekannten Kanäle kontaktieren.
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André K. ist der Autor dieses Blogartikels.

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